Josef Kestermann wird Pfarrer der Großgemeinde St. LaurentiusREFORM / Dechant von Steele ist ab 2008 Leiter einer neuen Großpfarrei
Der amtierende Dechant des Dekanates Essen-Steele und Pfarrer an St. Laurentius, Josef Kestermann (60), wird Leiter der neu entstehenden Großgemeinde St. Laurentius in Steele. "Ganz überraschend kam das nicht", sagt der zukünftige "Groß-Pfarrer", dem der Entscheid des Bischofs seit Anfang März vorliegt, "ich habe vorher doch einige Gespräche geführt, auch im Hinblick auf mein Alter." Die geplante Pfarrei umfasst das Gebiet des bisherigen Dekanates Steele und zusätzlich das Gemeindegebiet von Pax Christi in Rellinghausen, mit insgesamt derzeit 30.167 Katholiken. St. Laurentius wird eine der zehn Pfarreien, zu denen die heute 58 Essener Gemeinden bis 2008 im Rahmen der Strukturreform des Bistums Essen zusammengelegt werden sollen. Mit der Ernennung übernimmt der designierte Großpfarrer Kestermann den Vorsitz der beiden so genannten "Koordinierungsausschüsse" für Personal, Finanzen und Liegenschaften sowie für Pastoral. Deren Mitglieder bereiten ab jetzt die Zusammenlegung der Gemeinden schrittweise vor. "Eine sehr große Rolle spielt bei uns, dass wir mit sechs 'weiteren Kirchen'" mehr haben als jedes andere Dekanat im Bistum", weiß der Dechant. Er glaubt aber, dass man mit acht verbleibenden Kirchen auch zukünftig nahe bei den Menschen sein werde: "Wir haben ja an jeder Kirche Pastoren und Seelsorger, die Ansprechpartner sind und bleiben." Die weiteren Kirchen, für die das Bistum zukünftig kein Geld mehr bereitstellen kann, sind und St. Marien St. Eligius in Steele, Herz Jesu in Königssteele, St. Christophorus in Kray, das Gottesdiensthaus im Isingerfeld sowie Heilige Dreifaltigkeit in Eiberg. Die spätere Pfarrei St. Laurentius wird bestehen aus den Gemeinden St. Laurentius (Steele, mit Pax Christi), St. Barbara (Kray), St. Antonius (Freisenbruch) und St. Josef (Horst und Eiberg). Für diese wünscht sich der Dechant auch zukünftig ein gutes Miteinander in der Seelsorge und eine rege Beteiligung ehrenamtlicher Kräfte an der Reform. Bereits jetzt seien die Gemeinden im Dekanat auf die Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Ehrenamtlichen angewiesen - lebendige Gemeinde sei ohne Ehrenamt nicht möglich, so Kestermann. Für die neue Struktur hat der Laurentius-Pfarrer Hoffnungen: "Dass wir ganz viele Menschen mit hinein nehmen können, und dass es ein Aufbruch wird, damit es auch in Zukunft bei uns eine lebendige Kirche gibt." |