Dalmatika
die; liturgisches Gewand bes. der Diakone.

 

Darstellung des Herrn
Lichtmess.

 

DDL
Abk. für Daughters of Devine Love (Töchter der göttlichen Liebe), kath. Frauenorden.

 

Dechant
der; auch: Dekan. Vorsteher eines Dekanates. Der Dechant, der Priester sein muss, wird vom Bischof ernannt. In vielen deutschen Bistümern wählen die Pfarrer eines Dekanates für eine bestimmte Zeit aus ihrer Mitte den Dechanten, der vom Bischof bestätigt werden muss.

 

Definitor
der; priesterlicher Berater und Helfer, v.a. zuständig für die Vermögensverwaltung. In einem Dekanat Vertreter des Dechanten. In vielen Orden Bezeichnung für Ordensmitglieder, die eine bestimmte Entscheidungskompetenz haben.

 

Dekalog
der (griech. "Zehnwort"); die Zehn Gebote.

 

Dekan
der; Dechant.

 

Dekanat
das (lat. decem = "zehn"); Zusammenschluss von mehreren benachbarten Pfarrgemeinden (früher zehn, daher Dekanat) zu einem Unterbezirk der Diözese. Jedes Bistum ist in mehrere Dekanate aufgeteilt. Die Leitung obliegt dem Dechanten.

 

Deutsche Bischofskonferenz
(Abk. DBK); Zusammenschluss der katholischen deutschen Bischöfe mit Sitz in Bonn. Die Bischofskonferenz berät und entscheidet über gemeinsame pastorale Aufgaben und Anliegen und pflegt Kontakte mit anderen Bischofskonferenzen. Mitglieder sind die Bischöfe der 27 deutschen Bistümer und die Weihbischöfe unter 75 Jahren. Bischofskonferenz.

 

Deutsche Jugendkraft
(Abk. DJK); katholischer Sportverband in Deutschland, dem rund 600.000 Mitglieder, vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, in 1.200 Vereinen angehören. Sitz des Verbandes ist Düsseldorf. Die DJK wurde 1920 von Prälat Carl Mosters in Würzburg gegründet, um der "deutschen Jugend Kraft" zu mehren. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurde die DJK aufgelöst und verboten. 1947 erfolgte die Wiedergründung durch Ludwig Wolker und die Eingliederung des Verbandes in den Deutschen Sportbund (DSB).

 

Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg
(Abk. DPSG); mit rund 100.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen der größte katholische Pfadfinderverband in Deutschland. Er wurde 1929 in Altenberg gegründet, bald darauf, 1933, aber von den Nationalsozialisten wieder verboten. Dennoch überstand die DPSG die Verbotszeit und Verfolgung während der NS-Diktatur und konnte 1945 ihre Arbeit mit neuen Gruppen auf örtlicher Ebene fortsetzen. Die DPSG, die in Diözesanverbänden und rund 1.500 so genannten "Stämmen" am Ort gegliedert ist, versteht sich nach eigenen Angaben als "Erziehungsverband", in dem die Mitglieder lernen sollen, "aufrichtig und engagiert ihr Leben und ihr Umfeld zu gestalten". Mitglied können Mädchen und Jungen im Alter zwischen 7 und 21 Jahren werden, die jeweils Gruppen mit Gleichaltrigen bilden: Wölflinge (7 bis 10 Jahre), Jungpfadfinder (11 bis 13 Jahre), Pfadfinder (13 bis 16 Jahre) und Rover (16 bis 21 Jahre). Begleitet werden diese Gruppen jeweils von erwachsenen Leiterinnen und Leitern. Die DPSG ist Mitglied im Ring deutscher Pfadfinderverbände und gemeinsam mit katholischen Pfadfinderverbänden aus anderen Ländern in der Internationalen Katholischen Konferenz des Pfadfindertums (CICS), die vom Heiligen Stuhl als internationale katholische Organisation anerkannt ist. Die Pfadfinderbewegung (Boy Scouts) wurde 1907/08 von Lord Robert Baden-Powell gegründet.

 

Deutscher Caritasverband
Caritas.

 

Deutscher Orden
(auch: Ordo Teutonicus, Deutschherren, Deutschritterorden) 1190 während des 3. Kreuzzuges zunächst als Hospitalbruderschaft vor der Hafenstadt Akko im Heiligen Land gegründet. 1198 folgte die Umwandlung in einen geistlichen Ritterorden. Er bestand als solcher über 600 Jahre bis er 1809 von Napoleon verboten wurde, was die faktische Auflösung des Deutschen Ordens bedeutete. 1834 wurde der Orden, der nur noch in Österreich weiter bestand, durch Kaiser Franz I. als katholische Adelsgemeinschaft wieder belebt. 1929 erhielt der Orden durch Papst Pius XI. (1922-1939) seine heutige Gestalt. Er wandelte den nach dem Ersten Weltkrieg allein weiterbestehenden priesterlichen Zweig des Deutschen Ordens in ein klerikales Ordensinstitut päpstlichen Rechts um, das seitdem vollständig "Orden der Brüder vom Deutschen Haus St. Marien in Jerusalem" heißt. In Deutschland ist der Orden seit 1945 wieder tätig, vor allem in der Seelsorge und als Träger sozial-karitativer Einrichtungen. Ordenszeichen ist ein schwarzes Kreuz auf weißem Grund. Das Motto des Ordens lautet: "Helfen, Wehren, Heilen". Sitz des Ordens, dem etwa 1.000 Mitglieder (davon 100 Priester, 200 Schwestern und 700 Familiare) angehören, ist Wien.

 

Diakon
der (griech. "Diener"). Die kath. Kirche unterscheidet zwischen dem Diakon als Durchgangsstufe auf dem Weg zur Priesterweihe und als eigenständiges Amt, das auch verheirateten Männern ab dem 35. Lebensjahr offensteht. Das Amt des Ständigen Diakons kann haupt- oder nebenamtlich ausgeübt werden. Diakone werden durch den Bischof geweiht. Damit überträgt er ihnen die Vollmacht, zu predigen, die Taufe und die heilige Kommunion zu spenden und kirchliche Begräbnisse vorzunehmen, nicht aber die Messe zu feiern oder die Beichte zu hören. Hauptaufgabe des Diakons ist die Unterstützung der Pfarrer in der Gemeindeseelsorge und Gemeindecaritas. In feierlichen Gottesdiensten assistiert der Diakon dem Priester.

 

Diaspora
die (griech. diasporá = "Zerstreuung"); Bez. für eine religiöse oder konfessionelle Minderheit bzw. für das Gebiet, das diese bewohnt.

 

Dignität
die (lat. "würdig"); Bez. einer besonderen Würdestellung in einem Domkapitel. Erste Dignität ("Würdenträger") ist der Dompropst, der dem Kapitel vorsteht.

 

Dikasterium
das (die Dikasterien). Als Dikasterium wird eine Zentralbehörde der so genannten "Römischen Kurie", der Verwaltung der katholischen Kirche, bezeichnet. Zur Römischen Kurie gehören das Staatssekretariat, die neun Kongregationen und elf Päpstlichen Räte und die drei Gerichtshöfe. Außerdem die Apostolische Kammer, die Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls und die Präfektur für wirtschaftliche Angelegenheiten des Apostolischen Stuhls. Alle diese Behörden, vergleichbar mit Ministerien, werden Dikasterien genannt.

 

Direktorium
das; Bez. für den liturgischen Jahreskalender eines Bistums.

 

Dispens
der (lat. "Erlass", "Befreiung"); Befreiung von einem kirchlichen Gesetz, z.B. bei einem Ehehindernis.

 

Diözesanbischof
der (lat. episcopus ordinarius = Diözesanbischof, als Inhaber der obersten Hirtengewalt einer Diözese); Bez. für einen Bischof, der eine Diözese leitet.

 

Diözesankirchensteuerrat
Kirchensteuerrat.

 

Diözesanpastoralrat
Der Diözesanpastoralrat ist ein gemeinsames Gremium von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und Laien. Seine Aufgabe ist es, den Bischof in pastoralen Fragen zu beraten.

 

Diözesanrat
der; oberstes Laiengremium in einer Diözese. Der Diözesanrat der katholischen Frauen und Männer im Bistum Essen ist der Zusammenschluss von Vertreterinnen und Vertretern der Katholikenausschüsse der Stadt- und Kreisdekanate und der katholischen Jugend- und Erwachsenenverbände. Seine Aufgabe ist es, das Apostolat der Laien zu fördern, Anliegen der Katholiken in Kirche und Gesellschaft öffentlich zu vertreten, zu Fragen des öffentlichen und kirchlichen Lebens Stellung zu nehmen und den Bischof und die Bistumsverwaltung in diesen Fragen zu beraten. Vertreterinnen und Vertreter des Diözesanrates werden in das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) entsandt.

 

Diözesanverwaltungsrat
der; Gremium innerhalb der Bistumsverwaltung, das bei der Vermögensverwaltung mitwirkt und teils beratende, teils beschließende Funktion hat. Mitglieder werden vom Bischof berufen, den Vorsitz hat der Generalvikar.

 

Diözese
die (griech. "Verwaltung[sbezirk]"); Bistum.

 

DJK
Abk. für Deutsche Jugendkraft.

 

Dogma
das (griech. dógma = "Meinung", "Lehrsatz"). Als Dogma wird eine für alle verbindliche Glaubenslehre bezeichnet, die in der Bibel oder in der Tradition der Kirche enthalten ist und vom Lehramt der Kirche als von Gott geoffenbart zu glauben vorgelegt wird. Zu den bekannten Dogmen gehört das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes ( Erstes Vatikanisches Konzil) und der Aufnahme Marias in den Himmel (Papst Pius XII. im Jahre 1950).

 

Dom
der (lat. domus = "das Haus"); Bez. für eine Bischofskirche, ( Kathedrale); wegen ihrer historischen Bedeutung werden einige Gotteshäuser auch als Dom bezeichnet, obwohl sie keine Bischofskirche sind (z.B. Frankfurter Kaiserdom, Dom zu Worms).

 

Domherr
der; Mitglied des Domkapitels.

 

Dominikaner
(lat. Ordo [Fratrum] Praedicatorum, Abk. OP, "Predigerorden"); Ordensgemeinschaft, die 1216 vom hl. Dominikus, einem Spanier, mit dem Ziel gegründet wurde, die Irrlehren der damaligen Zeit durch Predigten zu bekämpfen. Hauptaufgabe ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Theologie als Voraussetzung für die Predigt. Dominikaner sind nach den Franziskanern der zweite Bettelorden. Ihre berühmtesten Gelehrten waren Albertus Magnus (* um 1200, †1280) und Thomas von Aquin (* um 1225, †1274). Ordenstracht: weißer Habit mit weißer Kapuze und einem schwarzem Mantel. Dominikanerinnen tragen ein weißes Gewand mit schwarzem Mantel und Schleier.

 

Dominikanerinnen
Dominikaner.

 

Domkapitel
das; ein Kollegium von Priestern, das den Bischof in der Leitung und Verwaltung des Bistums unterstützt ("Konsultorenkollegium"). Als selbständige Körperschaft mit eigenen Rechten ist das Domkapitel für die Verwaltung des Dombesitzes verantwortlich und hat für die Gestaltung der Liturgie in der Kathedralkirche Sorge zu tragen. In den Diözesen, in denen nach wie vor das Preußen-Konkordat von 1929 Gültigkeit hat, besitzt das Domkapitel zudem ein Wahlrecht bei der Neubesetzung des Bischofsstuhles. Die Zahl der Mitglieder eines Domkapitels ist stets ungerade und hängt von der Größe des Bistums ab. Das Domkapitel z.B. an der Essener Kathedralkirche besteht aus einer Dignität, dem Dompropst, sowie sechs residierenden und vier nichtresidierenden Domkapitularen, letztere haben jedoch nur bei der Bischofswahl Sitz und Stimme im Kapitel. Außerdem gehören ihm vier Domvikare an, die an den Entscheidungen des Kapitels nicht mitwirken. Die Mitglieder des Domkapitels werden vom Bischof abwechselnd nach Anhörung bzw. mit Zustimmung des Domkapitels ernannt.

 

Domkapitular
der (auch: Domherr oder Kanonikus); Mitglied des Domkapitels.

 

Dompropst
der (lat. praepositus = "Vorgesetzter"); steht dem Domkapitel vor und leitet dessen Sitzungen. Der Dompropst des Domkapitels zu Essen wird vom Bischof abwechselnd nach Anhörung bzw. mit Zustimmung des Domkapitels ernannt.

 

Domschweizer
der; Bez. für den Ordnungsdienst in Kathedralkirchen, der heute zumeist ehrenamtlich wahrgenommen wird. Die Domschweizer achten zudem darauf, dass die Besucher die Würde des Gotteshauses achten. Der Domschweizer trägt während seines Dienstes ein besonderes Gewand (z.B. einen roten bodenlangen Mantel mit einer schwarzen Kopfbedeckung wie im Kölner Dom) oder eine Uniform (z.B. Gehrock, Dreispitz mit weißer Feder und Hellebarde wie im Mainzer Dom) und begleitet die Bischöfe und das Domkapitel zu Beginn und zum Schluss von Gottesdiensten. Der Begriff "Schweizer" wurde von dem alten Gattungsbegriff für Söldner abgeleitet, die häufig aus der Schweiz stammten ( Schweizergarde des Papstes).

 

Domus Sanctae Marthae
Name des von Johannes Paul II. (1978-2005) errichteten Gästehaus, in dem die Kardinäle während des Konklaves untergebracht sind. Es liegt innerhalb des Vatikans, etwa einen Kilometer von der Sixtinischen Kapelle entfernt.

 

Domvikar
der; Priester, der dem Domkapitel angehört und nach den Regeln des Kapitels besondere Aufgaben wahrzunehmen hat.

 

Dormitorium
das (lat. "Schlafgemach"); Bez. für den Schlafsaal in einem Kloster.

 

Doxologie
die (griech. doxología = "das Rühmen"); feierlicher Lobpreis bzw. feierliche Ehrung Gottes bzw. der Dreifaltigkeit am Ende des Gebetes (z.B. "Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geist"), von der Gemeinde mit Amen bekräftigt.

 

DPSG
Abk. für Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg, größter kath. Pfadfinderverband in Deutschland.

 

Drei Könige
die (auch: Heilige Drei Könige); nach dem Matthäusevangelium (Mt. 2,1-12) die Weisen (auch: Magier oder Sterndeuter) aus dem Morgenland, die einen Stern gesehen hatten, dem sie bis zum Geburtsort Jesu in Bethlehem gefolgt waren, um dem neugeborenen "König der Juden" zu huldigen. Anhand der drei symbolischen Geschenke - Gold, Weihrauch, Myrrhe - ging man schon im 3. Jahrhundert davon aus, dass es sich um drei Weise handelte. Unter Verweis auf Psalm 72,10, wonach "Könige von Tarsis, Saba und Seba" Gaben bringen, wurden aus den Weisen alsbald Könige. Seit dem 9. Jahrhundert sind die Namen Caspar, Balthasar und Melchior bekannt. Die drei stehen sowohl für die unterschiedlichen Lebensalter - Jüngling (Melchior), Mann "in den besten Jahren" (Balthasar) und Greis (Caspar) - als auch für die damals bekannten drei Kontinente: Asien, Europa und Afrika, weshalb zunächst Caspar, dann aber Melchior als "Mohr" galt. Die angeblichen Reliquien der Heiligen Drei Könige, von Kaiserin Helena (†329), der Mutter des ersten christlichen römischen Kaisers Konstantin (*280, †337) aufgefunden, befanden sich seit dem 4. Jahrhundert in Mailand. Nachdem Kaiser Friedrich Barbarossa 1162 die Stadt erobert und zerstört hatte, bemächtigte er sich auch der Gebeine der drei "Könige". Er überließ sie seinem Kanzler, dem Kölner Erzbischof Rainald von Dassel (1159-1167), der die Reliquien 1164 feierlich nach Köln überführte. Dort wurde 1180 bis 1225 von Nikolaus von Verdun ("Meister von Verdun") ein kostbarer Reliquienschrein angefertigt, der sich noch heute im Kölner Dom befindet.

 

Dreifaltigkeit
die; Das neue Testament kennt nur einen einzigen Gott, erkennt aber auf Grund der Selbstoffenbarung Gottes in Jesus Christus in Gott selber eine Dreiheit. Der eine Gott ist in drei Personen, die eine göttliche Natur (Wesen) sind. Gott ist in sich Austausch, Beziehung, Dynamik. Als solcher teilt er sich der Welt mit und heißt als nahe gekommenes Geheimnis in seiner absoluten Ursprünglichkeit Vater, als selber in der Geschichte handelndes Prinzip Sohn, als uns geschenktes und angenommenes Heiliger Geist.

 

Dreifaltigkeitssonntag
der; Hochfest am Sonntag nach Pfingsten. 1334 von Papst Johannes XXII. (1316-1334) zur Verehrung der Dreifaltigkeit eingeführt.

 

Dreikönigsfest
Am 6. Januar feiert die Kirche das Fest der Erscheinung des Herrn ( Epiphanie). In der Volksfrömmigkeit des Mittelalters traten jedoch mehr und mehr die Heiligen Drei Könige in den Mittelpunkt des Festtages, so dass Epiphanie im deutschen Sprachraum fast nur noch Dreikönigsfest genannt wird.

 

Dreikönigssingen
Sternsingen.