C+M+B

Abkürzung des Segenswunsches, den die Sternsinger an Haus- und Wohnungstüren schreiben. C+M+B steht für "Christus mansionem benedicat" - "Christus schütze dieses Haus". Früher wurden die Buchstaben auch als Abkürzung für die Namen der Heiligen Drei Könige gedeutet: Caspar, Melchior und Balthasar.

 

CAJ

Abk. für Christliche Arbeiterjugend.

 

Camauro

der (lat. camelaucum) auch: Kamauro; ursprüngl. eine Mütze aus Kamelhaaren, daher der Name. Seit dem Spätmittelalter Bez. für die nichtliturgische Kopfbedeckung der Päpste, die bis ins 19. Jh. gebräuchlich war. Erst Papst Benedikt XVI. (2005) trug den Camauro erstmals wieder öffentlich. Die Mütze gibt es in zwei Ausführungen: im Sommer aus rotem Stoff (Seide), im Winter aus rotem Samt, eingefasst mit weißem Hermelin.

 

Camerlengo

der (ital. "Kämmerer"); hohes Amt in der Römischen Kurie. Ihm obliegt die Leitung der Apostolischen Kammer, der päpstlichen Finanzbehörde. Sie verwaltet die Güter des Heiligen Stuhls. Besondere Bedeutung kommt dem im Kardinalsrang stehenden Camerlengo zu, wenn der Papst stirbt. Er stellt offiziell den Tod des Papstes fest und übernimmt während der Sedisvakanz als Vorsitzender der Sonderkongregation - unterstützt von drei per Los bestimmten Kardinälen - die Verwaltung der Kirche, allerdings ohne Jurisdiktionsgewalt, d.h. er besitzt nicht die allein dem Papst zustehende Leitungsvollmacht. Die Feststellung des Todes läuft nach einem festgelegten Ritual ab: Im Beisein des Päpstlichen Zeremonienmeisters, der Prälaten sowie des Sekretärs und Kanzlers der Apostolischen Kammer, der die amtliche Todesurkunde auszustellen hat, stellt er den Tod des Papstes offiziell fest. Anschließend nimmt er dem Verstorbenen den Fischerring ab, das Symbol der päpstlichen Macht. Der Ring sowie das päpstliche Bleisiegel werden bei der ersten Generalkongregation (Vollversammlung) der Kardinäle vor den Augen der Anwesenden zerbrochen. Danach muss der Camerlengo das Arbeitszimmer und die Privatgemächer des verstorbenen Papstes versiegeln. Der Camerlengo teilt den Tod des Papstes dem Kardinalvikar von Rom mit, der seinerseits die Bevölkerung von Rom durch einen eigenen Erlass hiervon unterrichtet. Der Camerlengo ist auch für die Vorbereitung der Beisetzung des Papstes sowie die Vorbereitung der Wahl des Nachfolgers zuständig.

 

Camillianer

Kamillianer.

 

Cappa

die (lat.); rund geschnittener Mantelumhang mit Kapuze, Chorgewand von katholischen Würdenträgern; bei Bischöfen violett, bei Kardinälen rot.

 

Caritas

die (lat. "Liebe", "Nächstenliebe"); 1. der aus christlicher Verantwortung motivierte Dienst am notleidenden und hilfebedürftigen Mitmenschen. Für die katholische Kirche ist dieser Dienst eine ihrer unabdingbaren Wesensäußerungen. 2. Kurzbezeichnung für jede organisierte, sozial-karitative Tätigkeit der katholischen Kirche. Der Deutsche Caritasverband, 1897 als Zusammenfassung der katholischen Wohlfahrtspflege von Lorenz Werthmann mit Sitz in Freiburg gegründet, ist der größte der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Deutschland und gliedert sich in Diözesan-, Dekanats-, Bezirks-, Kreis- und Orts-Caritasverbände. Dazu kommen noch weitere karitative Fachverbände und -vereinigungen. (z.B. der Sozialdienst katholischer Frauen).

 

Casel

die; Kasel.

 

CBMV

Abk. für Congregatio Beatae Mariae Virginis (Augustiner Chorfrauen), kath. Frauenorden.

 

Cellerar, Cellerarius

der; Bez. für den Mönch, der nach der Regel des hl. Benedikt mit der Wirtschaftsverwaltung des Klosters beauftragt ist.

 

Ceroferar

der (lat. cera = "Wachs" und ferre = "tragen"); Bez. des Messdieners, der bei einem Gottesdienst die Leuchten oder Kerzen trägt.

 

CFA

Abk. für Congregatio Fratrum Alexianorum (Alexianerbrüder), kath. Männerorden.

 

CFP

Abk. für Congregatio Fratrum Pauperum Sancti Francisci Seraphici (Armen-Brüder des hl. Franziskus), kath. Männerorden.

 

Charisma

das (griech. "Gnadengabe"); Bez. für die durch den Geist Gottes (Heiligen Geist) bewirkten Gnaden und Befähigungen eines Christen.

 

Chor

der; der Teil der Kirche, in dem sich der Hauptaltar befindet.

 

Choral

der; urspr. Bez. für den einstimmigen, unbegleiteten, liturgischen Gesang ( Gregorianischer Gesang) der römischen Kirche in lateinischer Sprache. Der Name verweist darauf, dass der Gesang früher im Chor der Kirche ausgeführt wurde. Heute werden als Choräle auch mehrstimmige Kirchenlieder bezeichnet.

 

Chorgestühl

das; das in der Kirche für den Chor der Kleriker oder Mönche bestimmte Gestühl, zumeist an den Längsseiten im Chor aufgestellt.

 

Chorherr

der; Kanoniker.

 

Chorkleidung

die; Kleidung, die Geistliche bei liturgischen Feiern tragen, wenn sie nicht selbst die heilige Messe zelebrieren. Die Chorkleidung besteht aus der Soutane, einem knöchellangen Gewand, das an der Vorderseite von oben bis unten geknöpft ist, dem Rochett, einem etwa knielangen, weißen, oft mit Spitzen besetzten Chorhemd, der Mozetta, einem bis zu den Ellbogen reichenden Schulterumhang und als Kopfbedeckung das Birett, eine vierkantige Kappe mit kreuzförmigen Aufsätzen und einer Quaste. Die Farben von Soutane, Mozetta und Birett richten sich nach dem Rang des Klerikers. Kardinäle tragen Rot, Bischöfe und Prälaten Violett, die Priester Schwarz. Die Chorkleidung der Mönche ist in der Regel ihr Ordensgewand. Die liturgische Kleidung der Ministranten hat sich aus der Chorkleidung entwickelt.

 

Chormantel

der (auch Rauchmantel bzw. "Pluviale" genannt); ein offener, bis zu den Füßen reichender Umhang in den liturgischen Farben. Das im 10. Jahrhundert aus der Cappa, den Kapuzenumwurf der Kleriker, entstandene liturgische Gewand wird zumeist in Gottesdiensten ohne Eucharistiefeier getragen.

 

Chrisam

das oder der; Bez. für das geweihte Salböl, das bei Taufe, Firmung, Priester- und Bischofsweihe ( Weihesakrament) verwendet wird, ferner bei der Weihe von Altären und Kirchen. Chrisam ist ein Olivenöl, dem Balsam (wohlriechende Harzsekrete der Balsambaumgewächse) beigemischt wird ( Heilige Öle).

 

Chrisam-Messe

die; Missa chrismatis.

 

Christi Himmelfahrt

40 Tage nach Ostern feiern die Christen das Fest Christi Himmelfahrt. Die Himmelfahrt des auferstandenen Jesus gehört zum Urbestand des christlichen Glaubens. Sie wird im Lukasevangelium (Lk 24,50-52) wie auch in der Apostelgeschichte (Apg 1,1-11) beschrieben. "Und während er sie (die Jünger) segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben" (Lk 24,51), schreibt der Evangelist Lukas. Die Apostelgeschichte berichtet, dass der auferstandene Jesus sich vierzig Tage wiederholt seinen Jüngern gezeigt und sie gesprochen habe, bis er schließlich segnend "vor ihren Augen emporgehoben" wurde. "Eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken" (Apg 1,9), heißt es weiter. Im Katechismus der katholischen Kirche wird die Himmelfahrt Jesu als der endgültige "Eintritt seiner menschlichen Natur in die göttliche Herrlichkeit" erklärt. Im Apostolischen Glaubensbekenntnis heißt es denn auch: "(…) am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. (…)" In der frühen Christenheit war das Gedächtnis an die Himmelfahrt Jesu zunächst mit dem Pfingstfest verbunden. Seit 370 kann das Fest Christi Himmelfahrt als eigenständiges Fest vierzig Tage nach Ostern nachgewiesen werden. Christi Himmelfahrt fällt demnach stets auf einen Donnerstag und ist in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag.

 

Christkönigsfest

Das Christkönigsfest wird am letzten Sonntag des katholischen Kirchenjahres gefeiert. Papst Pius XI. (1922-1939) führte das Fest 1925 zur Erinnerung an das Konzil von Nizäa (325) ein. Das Christkönigsfest lenkt den Blick auf Jesus Christus, von dem Christen glauben, dass er der Weltenherrscher ist und am Ende der Zeit als König wiederkommen wird. Seit 1969 wird das Fest am Sonntag vor dem 1. Advent gefeiert, zuvor wurde es am letzten Oktobersonntag begangen.

 

Christliche Arbeiterjugend

(Abk. CAJ); 1925 vom belgischen Priester und späteren Kardinal Joseph Cardijn gegründeter internationaler katholischer Jugendverband. Sein Anliegen war es, den jungen Arbeiterinnen und Arbeitern ihre Würde bewusst zu machen und sie durch Aktionen und Seminare zu bilden. Die deutsche CAJ wurde 1947 gegründet und setzt sich heute in ihrer Bildungsarbeit und mit verschiedenen Projekten besonders für junge Menschen ohne Ausbildung oder Arbeitsplatz ein. Der Verband zählt heute nach eigenen Angaben rund 10.000 Mitglieder in Deutschland. Die CAJ ist Mitgliedsverband im Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) und die selbständige Jugendorganisation der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB).

 

Christmette

die; Mette.

 

Christus-Orden

Der Christus-Orden ist die höchste päpstliche Auszeichnung, die der Heilige Stuhl an Laien vergibt. Der Orden, der nur in einer Klasse verliehen wird, wurde 1319 von Papst Johannes XXII. (1316-1334) gestiftet und ist heute nur Staatsoberhäuptern vorbehalten. Er besteht aus einem Kreuz an einer goldenen Halskette und einem silbernen Ordensstern. Päpstliche Orden und Ehrenzeichen.

 

Christusmonogramm

das; 1. aus den griechischen Anfangsbuchstaben X (Chi) und P (Rho) gebildetes symbolisches Zeichen für den Namen Christus. 2. die Abk. IHS, die ersten drei Buchstaben des griechischen Wortes für "Jesus"; sie werden auch verstanden als Abkürzung für "Iesus Hominum Salvator" ("Jesus, Erlöser der Menschen").

 

Ciborium

das; Ziborium.

 

CIC

Abk. für Codex Iuris Canonici.

Cingulum

das; Zingulum.

 

CJ

Abk. für Congregatio Jesu, Englische Fräulein (Maria-Ward-Schwestern), kath. Frauenorden.

 

CM

Abk. für Congregatio Missionis, Vinzentiner (Lazaristen),

 

CMF

Abk. für Congregatio Missionariorum Filiorum Immaculati cordis Beatae Mariae Virginis (Claretiner), kath. Männerorden.

 

CMM

Abk. für Congregatio Missionariorum de Mariannhill (Mariannhiller Missionare), kath. Männerorden.

 

CMSF

Abk. für Congregatio Missionaria S. Francisci Assisiensis (Missionsbrüder des hl. Franziskus), kath. Männerorden.

 

Codex Iuris Canonici

der (Abk. ClC); das Gesetzbuch des kanonischen (kirchlichen) Rechts. Es enthält das geltende Recht der katholischen Kirche des lateinischen Ritus. Der CIC wurde erstmals 1918 in Kraft gesetzt und 1983 durch eine Neufassung abgelöst. Vor dem CIC bestand das kirchliche Recht aus einer Sammlung verschiedener Rechtsbücher.

 

Confiteor

das (lat. confiteor = "ich bekenne"); Bez. für den Text eines Schuldbekenntnisses zu Beginn der heiligen Messe.

 

Confrater

der (lat.); Mitbruder.

 

Consoror

die (lat.); Mitschwester ( Soror).

 

Corporale

das; Bez. für das weiße Leinentuch, auf das während der heiligen Messe Kelch und Hostienschale gestellt werden.

 

Cosmas und Damian, Heilige

Kosmas und Damian.

 

CP

Abk. für Congregatio Passionis Iesu Christi (Passionisten), kath. Männerorden.

 

CPPS

Abk. für Congregatio Missionariorum Pretiosissimi Sanguinis (Missionare vom kostbaren Blut), kath. Männerorden.

 

Credo

das (lat. credo = "ich glaube"); Bez. für das mit diesem Wort beginnende lateinische Glaubensbekenntnis der Christen, Bestandteil der katholischen Messfeier, Apostolisches Glaubensbekenntnis.

 

Crux

(lat.) Kreuz.

 

CRV

Abk. für Canonici Regulares Sancti; Augustini Vindesemenses (Augustiner Chorherren von Windesheim), kath. Männerorden.

 

CRVC

Abk. für Canonici Regulares Sancti Augustini Fratrum a Vita Communi (Brüder vom Gemeinsamen Leben, Augustiner Chorherren), kath. Männerorden.

 

CSC

Abk. für Congregatio Sanctae Catharinae (Schwestern von der heiligen Jungfrau und Märtyrerin Katharina), Katharinenschwestern, kath. Frauenorden.

 

CSJ

Abk. für Congregatio Sancti Josephi (Sankt Josef-Kongregation), kath. Frauenorden.

 

CSP

Abk. für Congregatio Sancti Pauli (Paulus-Brüder), kath. Männerorden.

 

CSR

Abk. für Congregatio Sororum a Sancto Redemptore, (Schwestern des Erlösers), Erlöserschwestern, kath. Frauenorden.

 

CSSp

Abk. für Congregatio Sancti Spiritus sub tutela Immaculati Cordis Beatissimae Virginis Mariae (Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist), Spiritaner, kath. Männerorden.

 

CSsR

Abk. für Congregatio Sanctissimi Redemptoris, Redemptoristen, kath. Männerorden.

 

Cusanuswerk

das; Begabtenförderungswerk der katholischen Kirche in Deutschland. Besonders begabte katholische Studentinnen und Studenten aller Fachrichtungen erhalten Stipendien während ihres Studiums und ihrer Promotion. Neben der finanziellen Förderung bietet das Werk ein umfangreiches Bildungsprogramm sowie geistliche Begleitung an. Ziel der Einrichtung ist neben der fachlichen Qualifizierung, junge Akademiker über ihre Privatinteressen hinaus zum gesellschaftlichen Engagement zu bewegen. Derzeit fördert das Werk nach eigenen Angaben 800 Studierende und 200 Doktoranden an Universitäten, Fachhochschulen, Kunstakademien und Musikhochschulen. Das Cusanuswerk wurde 1956 von Prälat Bernhard Hanssler im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz gegründet. Seit 1966 sind auch Frauen zur Förderung zugelassen. Be-nannt ist das Werk, das seinen Sitz in Bad Godesberg hat, nach Nikolaus von Cues. Der Brixener Fürstbischof ( 1401, †1464) war einer der großen spätmittelalterlichen Kardinäle und Universitätsgelehrten.

 

Custodia

die (lat. "Wache", "Schutz"); Gefäß, in dem die konsekrierte Hostie in der Monstranz aufbewahrt wird ( Konsekration).