Ehe
Die katholische Kirche versteht die Ehe als eine lebenslange Gemeinschaft von Mann und Frau. Die Ehe ist ein Sakrament, das sich die Eheleute selbst spenden, wenn sie vor dem Pfarrer und zwei Zeugen diesen lebenslangen Bund schließen. Da der Ehebund eine lebenslange Gemeinschaft und damit unauflöslich ist, kennt die katholische Kirche keine Ehescheidung. Allerdings ist es möglich, dass eine Ehe aus bestimmten Gründen annulliert wird ( Eheannullierung).

 

Eheannullierung
Eine Ehe ist nach katholischem Verständnis unauflöslich und kann daher nicht geschieden werden. Es ist jedoch möglich, dass eine Ehe nicht gültig zustande gekommen ist, d.h. das Ehesakrament überhaupt nicht empfangen worden ist. In diesem Fall können die Partner ihre Ehe für ungültig erklären, also annullieren lassen. Gründe für eine ungültige Ehe sind Formmängel (z.B. wenn die Heirat vor einem nicht zuständigen Pfarrer erfolgt), Ehehindernisse (z.B. wenn die Partner blutsverwandt sind) oder Willensmängel (wenn ein Ehepartner das Eheversprechen nur vortäuscht).

 

Ehehindernis
Ein Umstand, der das Eingehen einer kirchlichen Ehe hindert, z.B.: Konfessions- oder Religionsverschiedenheit der Ehepartner. Bei einigen Ehehindernissen kann Dispens erteilt werden, d.h., man kann von diesen Hindernissen befreit werden.

 

Ehrengarde
die; Eucharistische Ehrengarde.

 

Ehrenprälat
Päpstliche Ehrentitel, Prälat.

 

Ehrentitel
Päpstliche Ehrentitel.

 

Ehrenzeichen des Bistums Essen
Das Ehrenzeichen des Bistums Essen wurde vom ersten Bischof von Essen, Franz Hengsbach, gestiftet. Es wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise um die Kirche von Essen verdient gemacht haben und durch das tätige Zeugnis ihres Glaubens ein Beispiel christlichen Engagements geben. Die Auszeichnung besteht aus einer Urkunde und einer Silbermedaille, die das Bild der Goldenen Madonna zeigt, der ältesten vollplastischen Marienfigur der Welt, die sich im Essener Dom befindet.

 

Einheitsübersetzung
Die Einheitsübersetzung ist eine ökumenische Bibelübersetzung des Alten und des Neuen Testaments für den deutschen Sprachraum. Sie wurde von 1962 bis 1980 gemeinsam von katholischen und evangelischen Theologen erarbeitet. Bibel.

 

Einsiedler
der; Eremit.

 

EKD
Abk. für Evangelische Kirche in Deutschland.

 

Eminenz
die (lat. eminentia = "das Hervorragen"); Ehrentitel und Anrede für Kardinäle und den Großmeister des Malteserordens.

 

Emmaus
Name eines im Lukasevangelium erwähnten Ortes in der Nähe von Jerusalem. Lukas berichtet von zwei Jüngern, denen sich auf ihrem Weg nach Emmaus Jesus unerkannt anschließt. Erst beim Abendessen, beim Brechen des Brotes, erkennen sie ihn, kehren nach Jerusalem zurück, um den anderen Jüngern zu erzählen, dass sie dem auferstandenen Jesus begegnet sind (Lk 24,13-35). Der betreffende Abschnitt im Lukasevangelium wird am Ostermontag im Gottesdienst gelesen. Er heißt deshalb auch Emmaustag. Auferstehung.

 

Emmausgang
Bez. für einen heute vor allem in Süddeutschland noch lebendigen Brauch. Er erinnert an den im Lukasevangelium (Lk 24,13-35) beschriebenen Gang von zwei Jüngern nach Emmaus, denen sich Jesus unerkannt anschließt. Beim Emmausgang werden Gläubige entweder zu einem geistlicher Gang mit Gebet und Gesang oder zu einem besinnlichen Ostersparziergang am Ostermontag (Emmaustag) eingeladen.

 

Engel
der (griech. angelos, lat. angelus = "Bote"). Engel sind Boten und Diener Gottes und Mittler zwischen Gott und den Menschen. Gedenktag der Erzengel Gabriel, Michael und Raphael, deren Namen in der Bibel genannt werden, ist der 29. September. Den Menschen zum Schutz beigegebene Engel werden als Schutzengel bezeichnet. Der Engel ist auch Symbol des Evangelisten Matthäus.

 

Engel des Herrn
der; Angelus Domini.

 

Enzyklika
die (griech. kyklos = "Kreis"); kirchliches Rundschreiben, seit dem 18. Jh. Bezeichnung für Lehrschreiben des Papstes an die gesamte kath. Kirche. Enzykliken werden in der Regel in lateinischer Sprache verfasst und nach ihren Anfangsworten zitiert.

 

Epiphanie
die (griech. epiphaneia = "Erscheinung"); in der Antike Bez. für die Erscheinung eines übernatürlichen Wesens oder einer Gottheit. Für die Kirche ist Epiphanie die Erscheinung Gottes in der Welt in Jesus Christus. Am 6. Januar feiert die Kirche das Fest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie). In der Volksfrömmigkeit des Mittelalters traten mehr und mehr die Heiligen Drei Könige in den Mittelpunkt des Festtages, so dass Epiphanie im deutschen Sprachraum fast nur noch Dreikönigsfest genannt wird.

 

Episkopat
der oder das (griech.); das Amt des Bischofs, auch Bez. für die Gesamtheit der Bischöfe.

 

Epistel
die (griech. "Brief"); Bez. für die Lesung im Wortgottesdienst, die den neutestamentlichen Briefen der Apostel oder der Apostelgeschichte entnommen ist.

 

Epithaph
das (griech. epitaphion = "Grabschrift"); Gedenktafel für einen Verstorbenen, die häufig an Kirchenwänden (innen und außen) angebracht wurden. Die Gestaltungsformen reichen von einfachen Inschriftplatten bis zum Porträt der Verstorbenen.

 

Erbsünde
die; bezeichnet den Zustand der Gottesferne, dem jeder wegen der menschlichen Sünde von Anfang der Menschheit (Adam und Eva) an verfallen ist. Der deutsche Begriff Erbsünde bringt zum Ausdruck, dass jeder Mensch von Geburt an betroffen ist. Nach katholischer Glaubenslehre trennt die Erbsünde den Menschen von der Gemeinschaft mit Gott. Diese Gemeinschaft kann er aus eigener Kraft nicht wieder herstellen. Aus der Erbsünde ergibt sich daher die Notwendigkeit der Erlösung des Menschen, die durch die Menschwerdung, den Kreuzestod und die Auferstehung Jesu Christi verwirklicht wurde. Aus diesem Grund spricht der Apostel Paulus von Christus als dem neuen Adam.

 

Eremit
der (griech. eremites = "einsam"); auch: Einsiedler, ein Mensch, der aus religiösen Motiven ein Leben in der Einsamkeit führt.

 

Erstes Vatikanisches Konzil
Vatikanische Konzile.

 

Erstkommunion
die (auch: erste heilige Kommunion); Bez. für den erstmaligen Empfang der Kommunion, also des Leibes Christi in Gestalt der Hostie. Die Erstkommunionfeier eines Kindes erfolgt in der Regel im 3. Grundschuljahr im Alter von etwa 9 Jahren. Der traditionelle, in vielen Pfarrgemeinden noch heute übliche Termin der festlich begangenen Erstkommunion ist der Sonntag nach Ostern, der Weiße Sonntag. Die Kinder werden zumeist in kleinen Gruppen auf den Empfang des Sakramentes vorbereitet. Damit soll zugleich deutlich gemacht werden, dass die Feier keine Privatangelegenheit ist, sondern ein Fest der ganzen Pfarrgemeinde. Die Erstkommunion des Kindes wird als ein wichtiger Schritt des Hineinwachsens in die Kirche verstanden. Sie zählt wie Taufe und Firmung zu den Initiationssakramenten, den Sakramenten der Christwerdung.

 

Erwachsenentaufe
Taufe.

 

Erzbischof
der (griech. archi = "der Oberste"); Titel eines Bischofs, der einem Erzbistum vorsteht, auch Metropolit genannt. "Erzbischof" kann auch vom Papst als Ehrentitel verliehen werden.

 

Erzbistum
das; Bez. für eine Kirchenprovinz, der mehrere Diözesen (sog. Suffraganbistümer) zugeordnet sind. Das Erzbistum wird von einem Erzbischof geleitet. In einigen kirchenrechtlichen Angelegenheiten ist das Erzbistum als Berufungsinstanz zuständig, z.B. in der Ehegerichtsbarkeit. In Deutschland gibt es sieben Erzbistümer: Bamberg, Berlin, Freiburg, Hamburg, Köln, München-Freising sowie Paderborn.

 

Erzdiözese
die; Erzbistum.

 

Erzengel
der; Engel.

 

Essener Gespräche
Bei den "Essener Gesprächen zum Thema Staat und Kirche" handelt es sich um eine interdisziplinäre und überkonfessionelle wissenschaftliche Fachtagung, zu der das Bistum Essen seit 1966 einmal jährlich Hochschullehrer (vorwiegend Staats- und Kirchenrechtler, Theologen sowie je nach Tagungsthema Historiker, Mediziner o.ä.) und wissenschaftlich tätige Praktiker aus Justiz und - staatlicher und kirchlicher - Verwaltung aus Deutschland und dem europäischen Ausland (Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien, Spanien, Tschechien und Ungarn) einlädt. Die Essener Gespräche gehen zurück auf eine Initiative des ersten Essener Generalvikars, Joseph Krautscheidt, und des langjährigen Justitiars des Bistums Essen, Professor Dr. Heiner Marré. Die gleichnamige Schriftenreihe enthält sämtliche bei den Essener Gesprächen gehaltenen Vorträge einschließlich aller Diskussionsbeiträge. Die Dokumentationsbände mit ihren Registern - vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, als "Riesenfundgrube" bezeichnet - finden seit Jahren in Rechtsprechung und Fachliteratur Beachtung und sind in zahlreichen Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zitiert worden.

 

Eucharistie
die (griech. eucharistia = "Danksagung"); urspr. der Name des bei der Einsetzung des Abendmahls gesprochenen Dankgebetes (Mt 26,26-28); davon abgeleitet, Bez. für die von der Kirche begangene Feier zum Gedächtnis an das letzte Abendmahl Jesu Christi (heilige Messe) und seines Todes und seiner Auferstehung. Die Eucharistie-Feier ist zentraler Bestandteil des katholischen Gottesdienstes; die Eucharistie ist eines der sieben Sakramente. Mit Eucharistie werden auch die konsekrierten Opfergaben Brot ( Hostie) und Wein bezeichnet.

 

Eucharistiefeier
die; Feier der Eucharistie, zentraler Bestandteil des katholischen Gottesdienstes, auch Messfeier oder heilige Messe genannt.

 

Eucharistische Ehrengarde
die; Eucharistische Ehrengarden sind Gemeinschaften von Männern, die gemeinsam ihren Glauben zu Jesus Christus öffentlich bekennen, ihn im Sakrament der Eucharistie verehren und bei liturgischen Festen (z.B. Prozessionen) ein besonderes Schutzgeleit für das Allerheiligste stellen. Ihren Ursprung haben die Eucharistischen Ehrengarden in den Schützengilden und christlichen Schützenbruderschaften. Sie hatten lange die Aufgabe übernommen, die Eucharistie vor Raub, Plünderung und Überfällen zu schützen. Als Schutzheiligen wählten sie sich in der Regel den heiligen Sebastianus. Eine solche St.-Sebastianusbruderschaft gründete sich bereits 1390 in Essen, weitere entstanden u.a. 1426 in Andernach, 1473 in Bonn und 1478 in Remagen. Unter dem Einfluss des Kulturkampfes (1872-1880), aber auch der zunehmenden Industrialisierung, die viele Menschen aus nichtkatholischen Gebieten auf der Suche nach Arbeit ins Ruhrgebiet lockte, wandten sich die Schützenbruderschaften mehr und mehr allein weltlichen Veranstaltungen wie Schützenfesten zu und vernachlässigten den Ehrendienst bei Prozessionen. Am 27. Juni 1894 gründeten deshalb eine Anzahl von Männern an der Münsterkirche in Essen die erste "Ehren-Garde zu Essen", die später in "Eucharistische Ehrengarde Essen-Altstadt" umbenannt wurde. Als eine Art Leibwache wollten die Männer das Allerheiligste bei Fronleichnamsprozessionen und anderen kirchlichen Feiern vor Störungen und Übergriffen schützen. Weitere Eucharistische Ehrengarden gründeten sich 1907 in St. Andreas und St. Ludgerus in Essen-Rüttenscheid, 1908 in St. Markus in Essen-Bredeney sowie St. Mariä Himmelfahrt in Essen-Holsterhausen. Als Uniform wählten sie den Gehrock, der damals das Festkleid der Bürger war, den Zweispitz mit Federbusch, Fangschnüre, Schulterklappen und Offiziersdegen. Dazu trägt der Gardist den Gardestern mit dem Leitwort "Mit Gott! Für Gott!" Den Traditionen der Gründerzeit verpflichtet, wird die Uniform bis heute unverändert getragen. Im Bistum Essen sind noch rund 40 Eucharistische Ehrengarden aktiv.

 

Evangeliar
das (griech. euangelion = "frohe Botschaft"); liturgisches Buch mit den Texten der vier Evangelien, die in der Messe gelesen werden ( Evangelium).

 

Evangelische Räte
die (lat. consilia evangelica, "Ratschläge des Evangeliums");Bez. für empfohlene aber nicht vorgeschriebene Forderungen des Evangeliums: Armut (Verzicht auf persönlichen Besitz; z.B. Mt 19,21), Ehelosigkeit (Verzicht auf Ehe und Familie; z.B. Mt. 19,12) und Gehorsam (Verzicht auf Selbstbestimmung; z.B. Mk 1,16ff.). Die Evangelischen Räte sind Kern des Ordensgelübdes ( Gelübde).

 

Evangelisten
die; Bez. für die Verfasser der vier Evangelien: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.

 

Evangelium
das (griech. euangelion = "frohe Botschaft"); in den christl. Kirchen Bez. für die Botschaft Jesu vom Kommen des Reiches Gottes und für das schriftliche Zeugnis über seine Worte und Taten, wie sie in den vier Berichten des Neuen Testaments ( Bibel) von den als Verfasser geltenden Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes beschrieben werden.

 

Ewiges Gebet
das (auch: Ewige Anbetung); Bez. für eine besondere Verehrungsform des Allerheiligsten. Das in den Leib Christi verwandelte Brot, also das Allerheiligste, wird beim Ewigen Gebet in einem kostbaren Gefäß ( Monstranz) zur Anbetung ausgesetzt und in gemeinsamer Andacht verehrt. In vielen Diözesen wird die Tradition der "ewigen Anbetung" bis heute gepflegt. Das ganze Jahr über halten nach einem bestimmten Plan jeweils eine Pfarrgemeinde oder Ordensgemeinschaft Anbetung.

 

Ewiges Licht
das (auch: Ewige Lampe); ein kleines, zumeist in einer roten Glasfassung befindliches brennendes Licht neben dem Tabernakel, in dem das Allerheiligste (geweihte Hostien) aufbewahrt wird. Das Ewige Licht ist ein Zeichen für die Gegenwart Christi in der Eucharistie.

 

ex cathedra
(lat. "vom Lehrstuhl aus"); eine Entscheidung des Papstes, die er in seiner Eigenschaft als oberster Hirte und Lehrer der Gesamtkirche und mit der erklärten Absicht trifft, kraft seiner apostolischen Vollmacht letztverbindlich zu entscheiden ( Unfehlbarkeit des Papstes).

 

Exarch
der; in der Orthodoxen Kirche Bez. für einen Bischof in der Diaspora, der den Kirchengemeinden vorsteht, die nicht im Territorium ihres Partriarchates liegen (z.B. das griechisch-orthodoxe Exarchat in Deutschland).

 

Exegese
die (griech. exegesis = "das Erzählen, Erklären"); Wissenschaft der Erklärung und Auslegung der Heiligen Schrift ( Bibel).

 

Exerzitien
die (lat. exercitium = "Übung"); geistl. Übung und Besinnung, bei der in Stille und unter Anleitung eine Einübung in Glaube und Gebet ermöglicht werden soll.

 

Exkommunikation
die (lat. "außerhalb der Gemeinschaft"); der Ausschluss aus der kirchlichen Gemeinschaft, nicht jedoch aus der Kirche (die Zugehörigkeit zur Kirche wird durch die Taufe unwiderruflich erworben). Das katholische Kirchenrecht kennt die Exkommunikation, die mit dem Vergehen eintritt (Tatstrafe), weil sich der Betreffende gegen die kirchliche Gemeinschaft versündigt hat. Das ist z.B. der Fall bei Abtreibung, Glaubensabfall, Irrglauben, Abtrünnigkeit, einem Attentat auf den Papst, Bruch des Beichtgeheimnisses, Schändung der eucharistischen Gestalten von Brot und Wein. Daneben kann der Bischof oder der Papst die Exkommunikation durch ausdrücklichen Urteilsspruch als Beugestrafe aussprechen. Dies erfolgt z.B. wenn der Betreffende öffentliches Ärgernis erregt. Nach Kanon 1331 des Gesetzbuches der lateinischen Kirche ist dem Exkommunizierten jeglicher Dienst bei der Feier des eucharistischen Opfers oder bei irgendwelchen anderen gottesdienstlichen Feiern untersagt. Er darf keinerlei kirchliche Ämter, Dienste oder Aufgaben mehr ausüben, Sakramente weder spenden noch empfangen. Gibt der Exkommunizierte seine falsche Haltung auf, so hat er ein Recht darauf, dass die Exkommunikation wieder aufgehoben wird.

 

Exorzismus
der (griech. exorkismós = "das Hinausbeschwören"). Unter Exorzismus versteht man eine im Namen Gottes vorgenom-mene Vertreibung böser Mächte aus Menschen, Tieren oder Gegenständen. Nach dem Kirchenrecht darf ein Exorzismus nur nach ausdrücklicher und besonderer Genehmigung des Bischofs durch einen Priester, der sich durch Frömmigkeit, Klugheit und unbescholtenen Lebenswandel ausgezeichnet hat, vorgenommen werden. Vor der Anwendung des Exorzismus sind eingehende medizinische und psychiatrische Behandlungsmöglichkeiten zu nutzen. Es wird zwischen diesem großen Exorzismus (Gebet zur Befreiung eines von der Macht des Bösen Überwältigten) und dem "kleinen Exorzismus" (dem Gebet zur Vorbereitung auf die Feier der Eingliederung in die Kirche) unterschieden.

 

Expositur
die; Bez. für einen abgegrenzten Seelsorgebezirk (Gemeinde), der jedoch kirchenrechtlich Teil einer Pfarrei ist.

 

Exsequien
die (lat. ex sequi = "zu Grabe geleiten"); liturgische Bez. für die Begräbnisfeier.

 

Exsultet
das (lat. "frohlocket"); erstes Wort und Bez. für das feierliche Osterlob, das zu Beginn der Osternacht-Feier vor der Osterkerze gesungen wird.

 

Extra omnes
(lat. "alle hinaus"). Mit den Worten "Extra omnes" fordert der päpstliche Zeremonienmeister nach der Eidesleistung der stimmberechtigten Kardinäle alle, die nicht zum Konklave (Papstwahl) gehören, auf, die Sixtinische Kapelle zu verlassen.

 

Exzellenz
die (lat. excellentia = "Vortrefflichkeit", "Erhabenheit"), Anrede für Bischöfe, bzw. Botschafter und Gesandte.