F.Cr.
Abk. für Filiae Sanctae Crucis (Töchter vom Heiligen Kreuz), kath. Frauenorden.

 

Familiare
der oder die (lat. familiaris = "Hausgenosse"); Mann oder Frau, die in einer Ordensgemeinschaft lebt und arbeitet, dem Orden selbst aber nicht angehört.

 

Fastensonntage
Bez. für die Sonntage in der Fastenzeit. Sie werden gelegentlich auch nach den Anfangsworten des Introitus, des Eingangsverses der Messe, benannt. Erster Fastensonntag: Invocabit ("Invocabit me" = "Er ruft mich an"), Zweiter Fastensonntag: Reminiscere ("Reminiscere miserationum tuarum" = "Denke an deine Güte"), Dritter Fastensonntag: Oculi ("Oculi mei semper ad Dominum" = "Meine Augen schauen immer auf zum Herrn"), Vierter Fastensonntag: Laetare ("Laetare, Jerusalem" = "Freu' dich, Jerusalem"), Fünfter Fastensonntag (früher: Erster Passionssonntag): Judica ("Judica me, Deus = Schaff' Recht mir, Gott"), Palmsonntag.

 

Fastenzeit
Als Fastenzeit (auch: österliche Bußzeit) wird die 40 Tage dauernde Vorbereitung auf das Osterfest, das höchste Fest im Kirchenjahr, bezeichnet. Sie beginnt mit dem Aschermittwoch und endet am Gründonnerstag, wobei die jeweiligen Sonntage in der Fastenzeit nicht als Fasttage mitgezählt werden. Als äußeres Zeichen der Buße und Besinnung sollen die Gläubigen in der Fastenzeit Verzicht auf persönliche Annehmlichkeiten üben.

 

Fastnacht
die; urspr. der Abend vor dem Beginn der Fastenzeit; seit dem 15. Jh. auch die Woche davor. So unterschiedlich das Fastnachtsbrauchtum (Verkleidungen, Umzüge, Sitzungen) so regional verschieden sind auch die Bezeichnungen für die "närrischen Tage" in ursprünglich katholischen Gegenden. Das Wort Fastnacht (regional auch: Fassenacht, Fasnacht oder Fosenet) wird vor allem in Mainz und Umgebung verwendet, im schwäbisch-alemannischen Gebieten ist von Fasnet die Rede. Vom Fasching spricht man insbesondere im bayerisch-österreichischen Raum. Im Kölner Raum wird dagegen Karneval gefeiert. Das Wort stammt wahrscheinlich vom Italienischen "carne vale" und bedeutet "Fleisch, lebe wohl". Höhepunkte der Fastnachts- oder Karnevalswoche sind der Donnerstag vor Aschermittwoch (Weiberfastnacht), Rosenmontag und der Veilchendienstag, an dem der Karneval oft feierlich zu Grabe getragen wird.

 

FCJM
Abk. für Franciscanae Cordis Jesu et Mariae (Franziskanerinnen von Salzkotten), kath. Frauenorden.

 

Fegefeuer
das (mhd. vegen = "reinigen"); bildhafter Ausdruck für den "Reinigungsort" der Verstorbenen, d.h. derjenigen verstorbenen Seelen, die sich noch im "Läuterungszustand" befinden und die volle Gemeinschaft mit Gott noch nicht erreicht haben.

 

Ferula
die; Bez. für den dem Papst vorbehaltenen Hirtenstab, der statt der Krümme des Bischofsstabes ein Kreuz zeigt.

 

FFSC
Abk. für Institutum Fratrum Franciscalium a Santa Cruce loci Waldbreitbach (Franziskanerbrüder vom hl. Kreuz), kath. Männerorden.

 

Filialkirche
Bez. für einen weiteren Gottesdienstort in einer Gemeinde. Diese zusätzliche Kirche ist einer Gemeinde bzw. Pfarrei zugeordnet und von ihr abhängig.

 

Firmung
die (lat. firmare = "festmachen, "bestärken"); ein vom Bischof (oder einem von ihm beauftragten Priester) durch Salbung unter Handauflegung gespendetes Sakrament. Mit der Firmspendung bekräftigen die Kinder bzw. Jugendlichen ("Firmlinge") ihren Glauben und ihre Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Kirche und empfangen "die Gabe Gottes, den Heiligen Geist". Die Firmung gehört neben der Taufe und der Erstkommunion ( Eucharistie) zu den Initiationssakramenten (Einführungssakramenten).

 

Fisch
frühchristl. Symbol für Christus. Der Fisch (griech. ichthys), dargestellt aus zwei sich an der Schwanzflosse kreuzenden Linien, war das historisch allerdings nicht belegte geheime Erkennungszeichen der Urchristen und ist bis heute für viele Christen ein Symbol für ihren Glauben. "Ichthys" (ausgesprochen: ichtüs) steht für "Jesus, der Gesalbte, Gottes Sohn, Retter".

 

Fischerring
der (lat. anulus piscatoris); seit dem 14. Jh. der Amtsring (Siegelring) der Päpste. Auf der Ringplatte ist neben dem Apostel Petrus, der ein Fischernetz ins Boot zieht, ein Fisch dargestellt und der Name des Papstes eingraviert. Der Ring verweist auf das Matthäusevangelium (Mt 4,18f.), wo Jesus auf die beiden fischenden Brüder Andreas und Petrus trifft und sie auffordert: "Folget mir nach. Ich will Euch zu Menschenfischern machen." Der Fisch (griech. ichthys) erinnert zugleich an das historisch allerdings nicht belegte geheime Erkennungszeichen der Urchristen und ist bis heute für viele Christen ein Symbol für ihren Glauben. "Ichthys" (ausgesprochen: ichtüs) steht für "Jesus, der Gesalbte, Gottes Sohn, Retter". Nach dem Tod des Papstes wird der Ring bei der ersten Vollversammlung der Kardinäle zerbrochen.

 

FMM
Abk. für Fratres Misericordiae de Montabaur (Barmherzige Brüder von Montabaur), kath. Männerorden.

 

FMMA
Abk. für Fratres Misericordiae Mariae Auxiliatricis (Barmherzige Brüder von Mariahilf), kath. Männerorden.

 

FMS
Abk. für Institutum Fratrum Maristarum a Scholis (Maristenbrüder), kath. Männerorden.

 

Fokolar-Bewegung
die (ital. focolare = "Herdfeuer"); 1943 in Trient (Italien) von Chiara Lubich gegründete geistliche Gemeinschaft. Ziel der christlich-charismatischen Vereinigung ist "den Geist der Geschwisterlichkeit und der Einheit in alle Bereiche des menschlichen Lebens hineinzutragen". Neben dem Engagement in der Ökumene setzt sich die Fokolar-Bewegung unter anderem besonders für einen Dialog unter den Religionen ein. Die Bewegung ist heute in mehr als 180 Ländern aktiv und zählt nach eigenen Angaben rund 140.000 Mitglieder sowie fünf Millionen "Freunde" und Anhänger.

 

Franz von Assisi, Heiliger
auch: Franziskus (ital. Francesco d'Assisi), eigentl. Giovanni Bernadone (* 1181 oder 1182 in Assisi, † 3. Oktober 1226 in Portiuncula bei Assisi), war der Gründer des Franziskanerordens ( Franziskaner). Er entstammte einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie. Sein Vater, ein Tuchgroßhändler, der enge Handelskontakte zu Frankreich unterhielt, nannte seinen Sohn jedoch "Francesco". Im Krieg zwischen Assisi und Perugia wurde Franz 1202 gefangen genommen, erkrankte schwer und geriet in eine Lebenskrise. Er bekehrte sich im Glauben, pflegte Aussätzige und verzichtete schließlich auf das väterliche Erbe, um als Bettler und Wanderprediger zu leben. Im Laufe der Zeit schlossen sich ihm immer mehr junge Männer an. Franz verpflichtete sie in einer ersten auf Texten des Neuen Testaments basierenden Regel zu einem Leben in Armut und Buße im Dienst an den Menschen und der Kirche. 1210 zog er mit seinen Brüdern nach Rom. Dort billigte Papst Innozenz III. (1198-1216) mündlich die "Armutsbewegung". 1223 bestätigte Papst Honorius III. (1216-1217) die endgültige Regel ("Regula bullata") des Ordens der Minderen Brüder ( Franziskaner), die Franziskus mit einigen Vertrauten verfasst hatte. Bereits 1220 war Franz von der Leitung der Ordensgemeinschaft zurückgetreten. Am 3. Oktober 1226 starb Franziskus in Portiuncula ( Portiuncula-Ablass) unterhalb von Assisi. Zwei Jahre später, 1228, sprach Papst Gregor IX. (1227-1241) Franz von Assisi heilig.

 

Franziskaner
(lat. Ordo Fratrum Minorum, Abk. OFM, "Orden der Minderen Brüder"). Ordensgemeinschaft, die nach der Regel des heiligen Franz von Assisi (*1181/1182, †1226) lebt. Die Franziskaner gehören zur Gruppe der Bettelorden und verpflichten sich zum Dienst an den Menschen und der Kirche in Armut und Buße. Der Orden ist tätig in Seelsorge, Schule, Wissenschaft und Mission. Ordenstracht: braunes Habit mit Kapuze und weißem Strick, oft auch Sandalen. Die Auseinandersetzungen über die Ordensregel führten im Verlauf der Geschichte des Franziskaner-Ordens zur Entstehung weiterer Ordensgemeinschaften. Heute wird zwischen drei voneinander unabhängigen und selbstständigen Ordensgemeinschaften unterschieden: den Franziskanern (Orden der Minderen Brüder), den 1517 entstandenen Konventualen (Abk. OFM Conv.), auch Minoriten genannt (Ordenstracht: schwarzes Habit, weißer Strick) und den Kapuzinern (Abk. OFM Cap.), die ein braunes Gewand mit langer Kapuze und weißem Strick tragen. Der weibliche Zweig ( Klarissen) geht auf die hl. Klara von Assisi zurück. Die 1212 gegründete Ordensgemeinschaft führt ein streng zurückgezogenes und beschauliches Leben.

 

Frater
der (lat. frater = "Bruder"); Bez. für einen Laienbruder eines Mönchsordens, der nicht die Priesterweihe empfangen hat.

 

Frauenmissionswerk
Päpstliches Missionswerk der Frauen.

 

Fronleichnam
(mhd. fron = "Herr" und lichnam meint den lebendigen Leib); Hochfest am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitssonntag, also zehn Tage nach Pfingsten, zur besonderen Verehrung des Altarsakramentes, der bleibenden Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie. Seit dem 14. Jahrhundert wurde als sichtbares Zeichen für den Glauben an die Gegenwart Christi das eucharistische Brot ( Hostie) in einem Schaugefäß, der Monstranz, durch die Straßen getragen. Solche Fronleichnamsprozessionen gibt es auch zu Wasser, beispielsweise im Kanton Luzern, in Köln-Mülheim und in Duisburg. Bischof Robert von Lüttich führte aufgrund der Visionen der Augustinernonne und Mystikerin Juliane das Fest 1246 in seiner Diözese ein. Papst Urban IV. (1261-1264) legte 1264 fest, Fronleichnam am zweiten Donnerstag nach Pfingsten zu feiern. Papst Johannes XXII. (1316-1334) sorgte 1317 dafür, dass das Fest in der ganzen abendländischen Kirche begangen wird. Die erste Fronleichnamsprozession wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Köln gehalten.

 

FSC
Abk. für Institutum Fratrum Scholarum Christianarum (Brüder der christlichen Schulen), kath. Männerorden.

 

FSP
Abk. für Filiae Sanctae Pauli (Missionsschwestern vom heiligen Paulus), Paulus-Schwestern, kath. Frauenorden.

 

Fußwaschung
Gründonnerstag.

 

Fürbitte
die; persönliches oder gemeinsames Gebet für andere; Fürbitten von Priester und Gemeinde sind Teil der heiligen Messe.