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I.N.R.I. (lat. Abk. für "Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum" = "Jesus von Nazareth, König der Juden"), die nach dem Johannesevangelium vom römischen Statthalter Pontius Pilatus verfasste und am Kreuz Jesu angebrachte Schrifttafel.
IHS IHS sind die ersten drei Buchstaben des griechischen Wortes "Jesus", sie werden auch verstanden als Abkürzung für "Jesus, Erlöser der Menschen" (lat.: "Iesus Hominum Salvator"), oder werden volkstümlich gedeutet als "Jesus, Heiland, Seligmacher", als Christusmonogramm vor allem von den Jesuiten gebraucht (Ordenswappen).
Ikone die (griech. eikon = "Bild"); Bez. für Kultbilder der Ostkirchen. Die meist gemalten, mit Goldhintergrund versehenen Holztafeln haben für die Theologie und Spiritualität der Ostkirchen eine große Bedeutung. Die Motive und die Maltechnik sind fest vorgegeben. Dargestellt werden Jesus Christus, seine Mutter Maria sowie Apostel und Heilige.
Ikonographie die (griech. eikon = "Bild"); ein Zweig der Kunstwissenschaft, der sich mit der Beschreibung, Form- und Inhaltsdeutung von Kunstwerken befasst.
Imprimatur die (lat. "es darf gedruckt werden"); kirchliche Druckerlaubnis durch einen Bischof für Bücher, die sich mit Fragen des Glaubens oder des christlichen Lebens befassen.
Inauguration die (lat. inauguratio = "Anfang"); feierliche Amtseinführung.
Ingenieurrat im Bistum Essen Der Ingenieurrat im Bistum Essen besteht seit 1983. Das Beratungsgremium versteht sich als Bindeglied zwischen Kirche und Technik. Ingenieurinnen und Ingenieuren soll damit zugleich ein Forum für berufsethische Fragen geboten werden. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Planung und Ausrichtung des einmal jährlich stattfindenden "Ingenieurtages im Bistum Essen". Der Ingenieurrat zählt zur Zeit zwölf Mitglieder, die unterschiedliche Bereiche der Ingenieurtätigkeit repräsentieren.
Inkardination die (lat. "in einen kirchlichen Stand erheben"); Eingliederung eines katholischen Geistlichen in eine bestimmte Diözese. Diese Diözese ist fortan die "Heimatdiözese" des Geistlichen, dem jeweiligen Bischof gegenüber ist er zum Gehorsam verpflichtet; gilt ähnlich in Bezug auf Orden.
inkardinieren Inkardination; jmd. in eine Diözese oder einen Orden eingliedern.
Inkarnation die (lat. "Fleischwerdung"); theologische Bezeichnung für die Menschwerdung des Sohnes Gottes in Jesus Christus, geboren von der Jungfrau Maria.
Inquisition die (lat. inquisitio = [gerichtliche] "Untersuchung"); kirchliche Untersuchung mit dem Ziel, Ketzerei ( Häresie) aufzuspüren und zu verfolgen. Im Mittelalter entstand die Inquisition als eigene Untersuchungsbehörde, um die Kirche vor der vermeintlichen Gefährdung durch Glaubensabweichler zu schützen und Ketzer zu bestrafen. Das Inquisitionsverfahren gestattete die Anwendung der Folter, um die Beschuldigten zu einem Geständnis zu zwingen. Da die Inquisitoren selbst die Todesstrafe nicht vollstrecken konnten, wurden die Verurteilten den weltlichen Behören überstellt. Die 1542 von Papst Paul III. (1534-1549) gegründete "Congregatio Romanae et universalis inquisitionis" ("Kongregation für römische und weltweite Inquisition") befasste sich vorwiegend mit der Rechtgläubigkeit in der Kirche. 1908 wurde die römische Inquisition von Papst Pius X. (1903-1914) in "Sacra Congregatio Sancti Officii" kurz Sanctum Officium ("Heiliges Offizium"), umbenannt. Im Rahmen der Kurienreform durch Papst Paul VI. (1963-1978) verlor das Heilige Offizium 1965 seine Sonderstellung und wurde in "Kongregation für die Glaubenslehre" umbenannt. Die Kongregation besteht heute aus 25 Mitgliedern (Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe aus 14 verschiedenen Nationen). Hinzu kommen 38 Mitarbeiter und 28 Konsultoren (Berater, in der Regel Theologieprofessoren unterschiedlicher Fachrichtungen). Unter der Leitung von Kardinal Joseph Ratzinger, des späteren Papstes Benedikt XVI. (2005), öffnete die Glaubenskongregation 1992 die Archive der Inquisition für die wissenschaftliche Forschung. Anlässlich des Heiligen Jahres bat Papst Johannes Paul II. (1978-2005) am 12. März 2000 in einem öffentlichen Schuldbekenntnis um Vergebung für die Verfehlungen und Irrtümer in der Geschichte der Kirche.
Insignien die (lat. insigne = eigtl. "Abzeichen", "Ehrenzeichen"); Zeichen staatlicher oder ständischer Macht und Würde. Bischöfliche Insignien sind das Brustkreuz, der Bischofsring, der Hirtenstab und die Mitra.
Intarsien die (ital.); in Holz eingelegte Verzierungen aus verschieden-farbigen Materialien (Hölzer, Elfenbein, Metall), die zu ornamentalen oder figürlichen Mustern zusammengesetzt werden.
Introitus der (lat. introitus = "Eingang, Einzug"); Bez. für den Eröffnungsgesang in der heiligen Messe. Viele Sonntage sind nach dem ersten Wort des Introitus benannt (z.B. "Sonntag Gaudete", "Sonntag Invocabit", "Sonntag Laetare").
Invocabit Erstes Wort des Introitus (Eingangsgesang der heiligen Messe) am Ersten Fastensonntag ("Invocabit me" = "Er ruft mich an"), deshalb auch "Sonntag Invocabit".
Inzensation die (lat. incensum = "Räucherwerk", "Weihrauch"); in feierlichen Gottesdiensten das Beräuchern mit Weihrauch.
ISA Abk. für Immaculataschwestern vom Seraphischen Apostolat. |