Jesuiten
(lat. Societas Jesu, Abk. SJ, "Gesellschaft Jesu"); kath. Männerorden, hervorgegangen aus einer von dem Spanier Ignatius von Loyola 1534 gegründeten religiösen Gemeinschaft. Hauptziel der Jesuiten ist die Ausbreitung, Festigung und Verteidigung des katholischen Glaubens durch Mission, Predigt, Seelsorge, Unterricht, wissenschaftliche Arbeit und geistliche Übungen ( Exerzitien). Jesuiten müssen eine lange und gründliche Ausbildungszeit durchlaufen. Nach dem zweijährigen Noviziat folgt ein fünfjähriges Studium und schließlich nach der Priesterweihe ein Aufbaustudium von mindestens zwei Jahren. Die Schwerpunkte der Tätigkeit des Ordens sind die wissenschaft-liche Ausbildung. Jesuiten verzichten auf die klösterliche Abgeschiedenheit und auf eine eigene Ordenskleidung.

 

Jesus Christus
Der menschgewordene Sohn Gottes; die Bezeichnung setzt sich zusammen aus der griechischen Form des hebräischen Namens Jehoschua oder Josua (= "Jahwe ist Heil" bzw. "Jahwe hilft") und der Beifügung Christus (griech. "der Gesalbte"). Nach christlicher Glaubenslehre ist Jesus Christus der von Gott gesandte Erlöser der Welt.

 

Johannes
Einer der vier Evangelisten (Symbol: Adler); er ist nicht identisch mit dem Apostel Johannes, der nach dem Tod Jesu zusammen mit Petrus und Jakobus in der Jerusalemer Urgemeinde eine führende Rolle hatte.

 

Johannesevangelium
(Abk. Joh), das vierte und jüngste Evangelium im Neuen Testament; Verfasser, Ort und Zeit der Abfassung sind nicht sicher geklärt, wahrscheinlich ist es im letzten Jahrzehnt des 1. Jahrhunderts n.Chr. in Syrien oder Kleinasien entstanden; in Sprache und Gedankenführung sowohl vom griechischen Denken beeinflusst als auch vom jüdischen Milieu geprägt. Die Herrlichkeit Gottes offenbart sich in Jesus Christus, dem fleischgewordenen Wort Gottes, der zur Glaubensentscheidung herausfordert.

 

Judica
Erstes Wort des Introitus ("Judica me, Deus" = "Schaff' Recht mir, Gott"), des Eingangsgesanges am Fünften Fastensonntag (früher: Erster Passionssonntag), mit dem die Passionszeit beginnt, deshalb auch "Sonntag Judica".

 

Juristenrat im Bistum Essen
Der Juristenrat im Bistum Essen besteht seit 1982. Das Beratungsgremium, dem Repräsentanten aus den unterschiedlichen juristischen Arbeitsfeldern angehören, versteht sich als Bindeglied zwischen Kirche und Rechtswesen sowie Rechtswissenschaft. Der Juristenrat will auf eine an christlichen Werten orientierte Gesetzgebung und Normanwendung hinwirken. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Planung und Ausrich-tung des einmal jährlich stattfindenden "Juristentages im Bistum Essen". Diese Fachtagung wendet sich an Mitglieder aller juristischen Berufe auf dem Gebiet der Rechtsprechung und Rechtspflege, der Wirtschaft, Verwaltung und Lehre, besonders auch an Referendare und Studierende der Rechtswissenschaft. Der Juristenrat zählt zur Zeit zwölf Mitglieder.

 

Jünger
der (ahd. jungiro = "Lehrling"); im Neuen Testament Bez. für jene, die sich Jesus anschlossen und ihm folgten. Aus dem Kreis der Jünger erwählte Jesus die zwölf Apostel. Während die Apostel nur Männer waren, gehörten zur Schar der Jünger auch Frauen, die teilweise namentlich bekannt sind (z.B. Maria von Magdala).