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Namenspatron der (lat. patronus = "Schutzherr", "Beschützer"). Als Namenspatron wird der Heilige bezeichnet, auf dessen Name ein Christ getauft wurde. Dieser Heilige soll dem Namensträger in seinem Leben Schutz und Beistand geben und ein Fürsprecher bei Gott sein. Am Fest des Namenspatrons feiert der Namensträger seinen Namenstag.
Namenstag der. Der Gedenktag des Heiligen, dessen Namen jemand trägt. In der katholischen Kirche ist es Brauch, den bei der Taufe erhaltenen Namen eines Heiligen zu feiern. Allerdings verliert der Namenstag gegenüber dem Geburtstag auch unter Katholiken zunehmend an Bedeutung.
Navikular der (lat. navicula = "Schiffchen"); Bez. für den Messdiener, der bei einem Gottesdienst das Schiffchen (Behältnis) mit dem Weihrauch trägt.
Neues Testament Bibel.
Niedere Weihen Bis 1972 Bez. für die Vorstufe zu den "höheren Weihen" (> Diakon, Priester, Bischof; später auch Subdiakon). Den Priesteramtskandidaten wurden verschiedene (niedere) liturgische Dienste durch Weihe übertragen. Im Einzelnen gab es: den Ostiarier (Türhüter, Läuten der Glocken), den Lektor (Vorlesen aus der Heiligen Schrift), den Exorzisten (Befreien von der Herrschaft des Bösen), den Akolythen (Helfer des Subdiakons und des Diakons).
nihil obstat (lat. "es steht nichts im Wege", "dagegen ist nichts einzuwenden"); Bez. für eine "Unbedenklichkeitsformel" im Hinblick auf eine Person, die zur Lehre der Katholischen Theologie berufen werden soll.
Nikolaus Groß, Seliger Familienvater und Märtyrer. Er wurde am 30. September 1898 in Niederwenigern (bei Hattingen/Ruhr) geboren. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete er zunächst in einem Blechwalzwerk, dann als Bergmann unter Tage. 1917 wurde er Mitglied im "Gewerkverein christlicher Bergarbeiter Deutschlands" und erhielt, nach entsprechender Vorbereitung, 1920 eine Anstellung als Jugendsekretär der Gewerkschaft in Oberhausen. Nach einem Jahr wechselte er in die Zentrale der christlichen Gewerkschaften in Essen und durchlief eine Ausbildung in der Redaktion des Gewerkschaftsblattes "Bergknappe". 1922 wurde er als Gewerkschaftssekretär nach Waldenburg/Schlesien versetzt, dann nach Zwickau, wo er im Mai 1923 die ebenfalls aus Niederwenigern stammende Elisabeth Koch (*1901, †1972) heiratete. Aus dieser Ehe gingen sieben Kinder hervor. 1924 kehrte Groß ins Ruhrgebiet zurück und war als Gewerkschaftssekretär in Bottrop tätig. 1927 wurde er erst Hilfsredakteur, bald darauf Schriftleiter der "Westdeutschen Arbeiter-Zeitung" (später "Ketteler-Wacht"), dem Verbandsorgan der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB). Schon 1929 warnte Nikolaus Groß vor den Nationalsozialisten, bezeichnete sie als "Todfeinde des Staates" und lehnte sie und ihre Politik entschieden ab. Seine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und sein einfühlsames soziales Engagement waren getragen von einem tiefen Glauben und einem unerschütterlichen Gottvertrauen. 1938 wurde die "Ketteler-Wacht" verboten. Groß veröffentlichte noch einige Broschüren, wurde deshalb mehrfach verhört und musste Hausdurchsuchungen über sich ergehen lassen. Wegen seiner Kontakte zu Widerstandskreisen wurde er am 12. August 1944 verhaftet und am 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Eine Bestattung wurde verweigert, seine Asche verstreut. Nikolaus Groß wurde am 7. Oktober 2001 in Rom von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) selig gesprochen. Sein Gedenktag ist am 23. Januar.
Nikolaus, Heiliger Einer der am meisten verehrten Heiligen der Christenheit; Nikolaus lebte vermutlich in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts und war Bischof von Myra, das an der heutigen türkischen Mittelmeerküste liegt. Um seine Gestalt ranken sich zahlreiche Legenden und Wunderberichte, die zunächst in der Ostkirche, seit dem 8./9. Jahrhundert auch in der Westkirche Verbreitung fanden. Dabei sind offensichtlich Begebenheiten aus dem Leben des Abtes Nikolaus von Sion bei Myra und Bischofs von Pinora (†10.12.564) mit denen von Nikolaus von Myra vermischt worden. Der Festtag des Heiligen wird am 6. Dezember begangen. Es ist Brauch, am Nikolaustag die Kinder zu beschenken.
Nimbus der (lat. "Wolke", "Nebelhülle"); in der christlichen Ikonographie Bez. für den Heiligenschein, der Kopf oder Körper einer göttlichen Person, eines Heiligen oder der Madonna umgibt.
Nonne die; Bez. für die Angehörige einer monastischen Ordensgemeinschaft. Anrede: Schwester (Vorname). Die männliche Entsprechung zur Nonne ist der Mönch.
Nothelfer Vierzehn Heilige, die in besonders schwierigen Notlagen angerufen werden und als tatkräftige Fürbitter und Helfer gelten. Dargestellt werden sie zumeist mit ihren Attributen in Verbindung mit der Gottesmutter Maria. Zu den 14 Nothelfern, die seit dem späten Mittelalter vor allem in Süddeutschland und Österreich verehrt werden, gehören: Achatius (Anführer der zehntausend Märtyrer, wird in Ritterrüstung mit Dornenkrone dargestellt; Helfer bei Todesangt); Ägidius (der einzige Nothelfer, der kein Märtyrer ist, Gründer des Benediktinerklosters St. Gilles in Frankreich, wird mit einer Hirschkuh dargestellt; Helfer bei der Beichte und der stillenden Mütter); Barbara (der Legende nach grausam misshandelt und vom eigenen Vater enthauptet, Attribute: Turm und Kelch; Helferin der Sterbenden); Blasius (sein Attribut sind Kerzen; Helfer bei Halsleiden); Christophorus (trägt den Jesusknaben auf seiner Schulter; schützt vor unvorhergesehenem Tod, Patron der Autofahrer); Cyriacus (im Diakonsgewand, ein Mädchen zur Seite und einen Drachen zu Füßen, häufig auch mit einem Teufel dargestellt; Helfer in der Todesstunde und bei teuflischen Anfechtungen); Dionyisus (Bischof von Paris, wurde enthauptet und trägt deshalb auf Darstellungen seinen Kopf unter dem Arm; Helfer bei Kopfschmerzen); Erasmus (Attribut: ein Engel mit Winde an seiner Seite; Helfer bei Leibschmerzen); Eustachius (dargestellt mit einem Hirsch bzw. Hirschgeweih mit Kreuz; Helfer bei schwierigen Lebenslagen); Georg (der Drachentöter; Helfer bei Krankheiten der Haustiere); Katharina (ihr Attribut ist ein gebrochenes Rad; Helferin bei Sprachschwierigkeiten, Kopf- und Zungenleiden); Margareta (führt einen Drachen an der Leine; Helferin bei der Geburt); Pantaleon (Arzt von Kaiser Maximianus, dargestellt mit Salbfläschchen; Helfer der Ärzte); Vitus (Attribut: Ölkessel; Helfer bei Geisteskrankheiten, Epilepsie und Tollwut).
Novene die (lat. novem = "neun"); neun Tage dauerndes Gebet (> Andacht) zur Vorbereitung auf ein Fest, kirchliches Ereignis oder für ein besonderes Anliegen der Gläubigen.
Novize der (lat. novicius = "Neuling"); Mönch, der sich in der Probezeit befindet und die Gelübde noch nicht abgelegt hat.
Noviziat das; Bez. für die Probezeit in einer Ordensgemeinschaft. Sie endet mit dem Ablegen der Gelübde. In einigen Orden und Gemeinschaften erhalten die Novizen (> Novize) erst dann das Ordensgewand (> Habit). Während des Noviziats werden die Novizen von einem so genannten Novizenmeister in das geistliche Leben und die Eigenart der jeweiligen Ordensgemeinschaft eingeführt.
Novizin die, Novize; Nonne während der Probezeit in einer Ordensgemeinschaft.
Nuntiatur die; Amtssitz des Nuntius.
Nuntius der (lat. "Bote", "Gesandter"). Der (Apostolische) Nuntius ist zum einen der Vertreter des Papstes bei der jeweiligen Ortskirche eines Landes. Zum anderen ist er der ständige diplomatische Vertreter des Papstes bei einer Staatsregierung im Range eines Botschafters. Er ist in der Regel Titularbischof und in vielen Ländern Doyen ("Ältester", "Sprecher") des diplomatischen Korps. |