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Unbefleckte Empfängnis Mariä (lat. Conceptio immaculata); früherer Name für das "Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria", das die katholische Kirche am 8. Dezember feiert. Nach dem Glauben der Kirche ist Maria, die Mutter Jesu, vom ersten Augenblick ihres Lebens an (d.h. als sie von ihrer Mutter empfangen wurde) ohne den Makel der Erbsünde. Gottes Gnade hat sie im Hinblick auf den Erlösertod Christi davor bewahrt, weil sie zur Mutter Gottes erwählt worden ist. Papst Pius IX. (1846-1878) hat die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis Mariä 1854 als verbindliche Glaubenslehre der Kirche ( Dogma) verkündet.
Unfehlbarkeit die (lat. Infallibilität). Grundüberzeugung aller christlichen Kirchen ist es, "dass die Kirche nie endgültig aus der Wahrheit Jesu Christi herausfallen kann", wie es im Katechismus der katholischen Kirche heißt. Mit Jesus Christus sei "die Wahrheit Gottes geschichtlich unüberbietbar und endgültig in die Welt gekommen" und diese Wahrheit "ist der Kirche aufgrund der bleibenden Gegenwart des Herrn und seines Geistes für immer verheißen". Das bedeutet, dass die ganze Kirche durch den Heiligen Geist vor Irrtum bewahrt wird. "Die Gesamtheit der Gläubigen kann im Glauben nicht irren, (…) wenn sie von den Bischöfen bis zu den letzten gläubigen Laien ihre allgemeine Übereinstimmung in Sachen des Glaubens und der Sitten äußert", heißt es denn auch in der Dogmatischen Konstitution über die Kirche "Lumen Gentium" (LG 12).
Unfehlbarkeit des Papstes Das Dogma von der Unfehlbarkeit besagt, dass der Papst, wenn und sofern er "ex cathedra" (d.h. in seiner Eigenschaft als oberster Hirte und Lehrer der Gesamtkirche und mit der erklärten Absicht kraft apostolischer Vollmacht letztverbindlich zu entscheiden) über Fragen des Glaubens und der Sitten urteilt, stets vor Irrtum bewahrt bleibt. Ein solches Urteil gilt aus sich heraus und nicht dank der Zustimmung der Kirche. Diese Irrtumsfreiheit des Papstes wurde auf dem Ersten Vatikanischen Konzil (1869-1870) zum Dogma erhoben und durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) bestätigt. Nach 1870 wurde allerdings nur ein Lehrsatz von einem Papst "ex cathedra" verkündet: das Dogma von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel von 1950. |